Helsinki mit Fahrrad :: Leihräder

Erster Test :: Leihräder in Helsinki

Kann man in Helsinki gut Radfaren? Was erwartet uns – und andere?

Start zu einer entspannten Radlour durch Helsinki.

 

Soviel vorweg: Das Radwegnetz in Helsinki umfasst mehr als 1.500 (!) Kilometer. Das ist deutlich mehr als z.B. in den Großstädten Berlin, München, oder Frankfurt. Über die meist sehr gute Qualität der Radwege konnten wir uns persönlich vor Ort überzeugen.

Aber wie kommen wir an Leihräder?

Die Suche vorab nach Anbietern von Leihrädern in Helsinki war sehr mühsam. Entweder waren die Läden weit außerhalb vom Zentrum mit ungünstigen Öffnungszeiten, oder hatten nur Fatbikes, Gravelbikes oder sogenannte „Jopo-Fahrräder“ (Zirkusräder mit extrem hohen Lenker) zu bieten – oder waren per Telefon nicht erreichbar.

Zum Glück bietet die Stadt Helsinki ein geniales Fahrradverleih-System an. Von April bis Oktober stehen sage und schreibe 4.600 Leihräder an ca. 350 Verleihstationen im Stadtgebiet zur Verfügung. 

Wie funktioniert das?

Ganz einfach mit der HSL-App. HSL ist der Verkehrsverbund der Hauptstadtregion und bedeutet „Helsingin seudun liikenne“ (wörtlich Helsinkis Region Verkehr). In Finnland ist so ziemlich alles digitalisiert. So auch der Fahrkartenkauf.
Die „HSL-App“ bietet auch den Zugang zu den „Kaupunkipyörät“ (wörtlich Stadträder) sprich Leihräder.

Übrigens, im Internet kursieren diverse, schlechte Bewertungen zur Abrechnung der Leihgebühren.  Die einzelnen Kritiken zur Abrechnung sind unberechtigt, weil in allen Fällen Bedienerfehler der Nutzer vorlagen. Wir haben uns hier in Kürze gut durchgefuchst und wissen wie es funktioniert.

Leihräder direkt vor dem Hotel

Verleistation gegenüber vom Hotel – wirklich sehr praktisch!

Direkt vor unserem Hotel war schon die erste „Verleihstation“. Zwei Räder genommen, Code eingegeben und ab auf der modernen „Radlbahn“, siehe Bild, in Richtung Zentrum.

Wir verbrachten insgesamt sieben Tage nur in Helsinki und nutzten jeden Tag mehr oder weniger oft die gelben Leihräder.
Dabei wurde unsere Begeisterung immer größer. Kein Wunder, bei so vielen sehr gut ausgebauten Radwegen. Einige längere Passagen waren sogar knapp zehn (!) Meter breit – als Kombination von Geh- und Radweg. Da können sich deutsche Großstädte ein gutes Beispiel nehmen.
Man kann auch direkt vom Zentrum, ohne auf einer Straße fahren zu müssen, direkt nach Norden durch den weiten „Keskipuisto“ (Zentralpark – eher ein großes Waldgebiet) „zig“ Kilometer radeln.

Auf unseren Fahrten erkundeten wir auch mehrere Rundkurse. Drei davon finden wir ganz besonders reizvoll. Es gäbe noch mehr, doch wir mussten ja noch nach Tallinn und in die Seenplatte, ins Landesinnere.
Die Rundkurse sind Teil unserer neuen Sonderreise und werden den Kunden als GPS-Routen zur Verfügung gestellt.

 

 

Viel Platz für Radfahrer und Fußgänger – abseits vom Straßenverkehr.
Zwei neue Brücken – hier die erste – nur für Radfahrer, Fußgänger und Straßenbahn. Die Gesamtlänge beider Brücken beträgt ca. 2 km!! Somit radelt man ganz entspannt vom Festland über die ersten Schären.
Helsinki hat eine lange Küstennlinie. Blick auf Ruoholahti / Gräsviken.
Übersichtskarte der vielen Verleihstationen (gelbe Punkte). Das „A“ ist nur die Tarifzone Helsinki.

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